Gesetzesänderung beim EEG

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Die EEG-Umlage stieg seit ihrer Einführung im Jahre 2000 auf mittlerweile 6,25 ct/kWh und soll 2017 noch einmal auf 7 Cent steigen. Ihr Anteil am Strompreis beträgt zur Zeit etwa 22 Prozent.

Ursprünglich erschaffen, um die Einspeiseerlöse für Besitzer von Solarpaneelen zu finanzieren, dient sie seit der Energiewende im Jahre 2011 zunehmend dazu, den Betrieb von Windrädern, deren Strom aufgrund von fehlenden Stromtrassen noch nicht beim Verbraucher ankommt, zu subventionieren. Diese finanziellen Folgeschäden möchte die Regierung ab 2017 nun zumindest etwas abfedern.

Vermieterstrom

Bislang waren nur Besitzer von Solarpaneelen von der EEG-Umlage befreit, da diese ihren selbst erzeugten Strom auch selber nutzten. Wohnungsmieter im selben Hause mussten diese weiterhin bezahlen. Die Regierung plant, die Umlagenbefreiung ab 2017 auf Mieter auszudehnen, die ihren Strom direkt vom Vermieter beziehen, der diesen selber erzeugt hat. Das Vorhaben hat den Namen „Vermieterstrom“ bekommen.

Wer profitiert davon?

Profitieren sollten Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen. Da die Einspeisevergütung für selbst erzeugten Strom von ehemals 50 auf etwa 12 Cent gesunken ist, wird der Vermieter in der Regel besser fahren, wenn er den den Strom zu einem etwas höheren Preis direkt an den Mieter verkauft. Dieser profitiert im Gegenzug von gesunkenen Stromkosten. Doch es kommt auch etwas auf die Art des Gebäudes an.

Deckungsgrad und Leistung von Photovoltaikanlagen

Oftmals ist es so, dass Solarpaneele nicht den kompletten Strombedarf abdecken. Faktoren wie die Dachneigung, die Ausrichtung der Paneele und die jährliche Sonnenscheindauer spielen hierbei eine wichtige Rolle. In diesen Fällen muss die Fehlmenge sowieso zugekauft werden.
Auch die Anzahl der Etagen spielt eine wichtige Rolle. Je mehr Stockwerke ein Gebäude besitzt, desto geringer wird die Dachfläche im Verhältnis zur bewohnten Fläche. Daher sinkt auch der Anteil der verfüg- und verteilbaren Kilowattstunden pro Wohneinheit.

Fazit

Alles in allem scheint es sich bei der geplanten Gesetzesänderung um eine Maßnahme zu handeln, die Mieter und Vermieter gleichermaßen profitieren lässt. Vermieter bekommen mehr Geld für ihren selbst erzeugten Strom und Mieter werden bei ihrer Stromrechnung entlastet.

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